Auf der Fachtagung „Psychologie und Gehirn“ in Hamburg hat Antonia die neuesten Forschungsergebnisse aus ihrem Projekt vorgestellt, und wir alle haben viele spannende Vorträge gehört und neue und alte Bekannte wiedergetroffen!

Auf der Fachtagung „Psychologie und Gehirn“ in Hamburg hat Antonia die neuesten Forschungsergebnisse aus ihrem Projekt vorgestellt, und wir alle haben viele spannende Vorträge gehört und neue und alte Bekannte wiedergetroffen!

Im letzten Jahr hat unsere Forschungsgruppe viele neue Mitglieder bekommen! Schon seit Sommer sind Antonia Düfeld als Doktorandin und Laura Maffongelli als Postdoc mit an Bord. Im November ist dann noch Robin Nehler zu uns gestoßen, der ebenfalls mit seiner Doktorarbeit angefangen hat. Wir freuen uns auf viele spannende neue Projekt im kommenden Jahr und natürlich auf viele kleine Studienteilnehmerinnen!
Die Ergebnisse unserer Kindergartenstudie sind da! Wir sind in verschiedene Lübecker Kindergärten gegangen und haben Kinder zwischen 3 und 6 Jahren kurze Videos mit Handlungssequenzen gezeigt. Anschließend haben wir sie gefragt, wer von den Personen im Video wohl die Chefin ist. Das gleiche haben wir mit einer Gruppe Studierender gemacht. Dabei kam heraus, dass Kinder sich primär am Aussehen einer Person orientieren, und davon ausgehen, dass größere Personen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die Chefin sind. Erwachsene hingehen richten sich vor allem nach dem Verhalten einer Person. Alle Details zur Studie gibt es hier:
https://osf.io/preprints/psyarxiv/nb73a
Und was noch ganz besonders ist: das ganze Projekt entstand aus der Bachelorarbeit von drei unglaublich motivierten und talentierten Psychologiestudentinnen, Sarah Pieper, Sara Weber und Anna Neuwerk. Herzlichen Glückwunsch!
Wir haben es in unserem letzten Post schon erwähnt, aber nun ist es offiziell: Sarah Jessen ist seit dem 1.11. Heisenbergprofessorin an der Universität zu Lübeck! Unsere Forschung hier geht also weiter und wir freuen uns auf viele spannende Studien in den kommenden Jahren!
Sarah Jessen wurde in das Heisenbergprogramm der DFG aufgenommen! Nähere Infos dazu und wie es mit unserer Forschung hier weitergeht in Kürze!
In ihrer neuen Studie untersuchte Pauline Petereit aus der Cognitive Neuroscience Group wie unterschiedlich Erwachsene auf sozialen Zurückweisung reagieren! Nähere Infos zu der Studie finden Sie hier:
Petereit, P., Jessen, S., Goregliad Fjaellingsdal, T., & Krämer, U.M. (2022). Social Context and Rejection Expectations Modulate Neural and Behavioral Responses to Social Feedback. Journal of Cognitive Neuroscience, 34(5): 823–845.
Neben Forschung besteht ein großer Teil unserer Arbeit aus Lehre an der Universität zu Lübeck. Für ihre Lehre im Fach „Sozialpsychologie“ wurde Sarah Jessen in diesem Jahr mit dem Lehrpreis der Universität zu Lübeck ausgezeichnet. Danke an die Universität und alle Studierenden aus der Lehrveranstaltung für ihr riesiges Engagement!
Näheres über die Preisverleihung gibt es in der Pressemeldung der Universität:
https://www.uni-luebeck.de/aktuelles/nachricht/artikel/preisverleihungsfeier-1.html
In einem gerade erschienen Fachartikel diskutieren und erläutern wir, wie eine neue Methode zur Datenanalyse, das sogenannte Neural Tracking, auf die EEG-Daten von Babys angewandt werden kann. In den meisten Studien, die wir sonst machen, verwenden wir eine andere Analysetechnik, bei der wir uns sogenannte ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs) anschauen. Damit das funktioniert, muss den Babys das gleiche Bild (oder das gleiche Geräusch) sehr, sehr oft nacheinander vorgespielt werden, was natürlich schnell langweilig wird. Beim Neural Tracking kann man hingegen die Gehirnreaktionen der Babys auf sich ständig verändernde Informationen untersuchen, wenn das Baby also zum Beispiel eine Geschichte erzählt bekommt, ein Video sieht, oder auch anderen Menschen im echten Leben zuguckt. Wir können also mit dieser Methode viel spannendere Experimente entwickeln und viel natürlichere Situationen untersuchen.
Unseren neuen Fachartikel und damit alle mathematischen Details zum Neural Tracking bei Babys finden Sie hier:
Jessen, S., Obleser, J., & Tune, S. (in press). Neural Tracking in Infants – an Analytical Tool for Multisensory Social Processing in Development, Dev Cogn Neurosci
Unsere Doktorandin Bernadette Hippmann hat zusammen mit ihren Ko-Autor*innen einen neuen Artikel in der Zeitschrift Human Brain Mapping veröffentlicht. In dieser Studie mit erwachsenen Probanden untersucht sie, welche Hirnbereiche bei verschiedenen Entscheidungsaufgaben wie zusammenspielen und ob das ganze davon beeinflusst wird, ob man für richtige Antworten belohnt oder bestraft wird. Den ganzen Artikel dazu gibt es (leider nur auf Englisch) hier:
Hippmann, B., Tzvi, E., Göttlich, M., Weiblen, R., Münte, T., & Jessen, S. (2021). Effective connectivity underlying reward-based executive control. Human Brain Mapping.
Auch wenn unsere Projekte leider immer noch nicht wieder so wie vor Corona laufen, sind wir nicht untätig: Gerade ist ein neuer Kommentar unter Beteiligung des Babylabs erschienen, indem wir näher auf das Phänomen Entrainment in der Analyse von Baby-EEG-Daten eingehen.
Nähere Infos (leider nur auf Englisch) gibt es hier:
Keitel, C., Obleser, J, Jessen, S. & Henry, M. (2021). Frequency-Specific Effects in Infant Electroencephalograms Do Not Require Entrained Neural Oscillations: A Commentary on Köster et al. (2019). Psychological Science, 1-6.