Wie nehmen Kinder und Erwachsene soziale Hierarchien wahr?

Die Ergebnisse unserer Kindergartenstudie sind da! Wir sind in verschiedene Lübecker Kindergärten gegangen und haben Kinder zwischen 3 und 6 Jahren kurze Videos mit Handlungssequenzen gezeigt. Anschließend haben wir sie gefragt, wer von den Personen im Video wohl die Chefin ist. Das gleiche haben wir mit einer Gruppe Studierender gemacht. Dabei kam heraus, dass Kinder sich primär am Aussehen einer Person orientieren, und davon ausgehen, dass größere Personen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die Chefin sind. Erwachsene hingehen richten sich vor allem nach dem Verhalten einer Person. Alle Details zur Studie gibt es hier:

https://osf.io/preprints/psyarxiv/nb73a

Und was noch ganz besonders ist: das ganze Projekt entstand aus der Bachelorarbeit von drei unglaublich motivierten und talentierten Psychologiestudentinnen, Sarah Pieper, Sara Weber und Anna Neuwerk. Herzlichen Glückwunsch!

Professur!


Wir haben es in unserem letzten Post schon erwähnt, aber nun ist es offiziell: Sarah Jessen ist seit dem 1.11. Heisenbergprofessorin an der Universität zu Lübeck! Unsere Forschung hier geht also weiter und wir freuen uns auf viele spannende Studien in den kommenden Jahren!

Neuer Artikel über die Verarbeitung von sozialem Ausschluss bei Erwachsenen

In ihrer neuen Studie untersuchte Pauline Petereit aus der Cognitive Neuroscience Group wie unterschiedlich Erwachsene auf sozialen Zurückweisung reagieren! Nähere Infos zu der Studie finden Sie hier:

Petereit, P., Jessen, S., Goregliad Fjaellingsdal, T., & Krämer, U.M. (2022). Social Context and Rejection Expectations Modulate Neural and Behavioral Responses to Social Feedback. Journal of Cognitive Neuroscience, 34(5): 823–845.

Lehrpreis 2021 der Universität zu Lübeck

Neben Forschung besteht ein großer Teil unserer Arbeit aus Lehre an der Universität zu Lübeck. Für ihre Lehre im Fach „Sozialpsychologie“ wurde Sarah Jessen in diesem Jahr mit dem Lehrpreis der Universität zu Lübeck ausgezeichnet. Danke an die Universität und alle Studierenden aus der Lehrveranstaltung für ihr riesiges Engagement!

You can find further information on the awards of the University in the following official press release (unfortunately only in German):

https://www.uni-luebeck.de/aktuelles/nachricht/artikel/preisverleihungsfeier-1.html

Neural tracking zur Analyse von EEG-Daten im Entwicklungskontext

In einem gerade erschienen Fachartikel diskutieren und erläutern wir, wie eine neue Methode zur Datenanalyse, das sogenannte Neural Tracking, auf die EEG-Daten von Babys angewandt werden kann. In den meisten Studien, die wir sonst machen, verwenden wir eine andere Analysetechnik, bei der wir uns sogenannte ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs) anschauen. Damit das funktioniert, muss den Babys das gleiche Bild (oder das gleiche Geräusch) sehr, sehr oft nacheinander vorgespielt werden, was natürlich schnell langweilig wird. Beim Neural Tracking kann man hingegen die Gehirnreaktionen der Babys auf sich ständig verändernde Informationen untersuchen, wenn das Baby also zum Beispiel eine Geschichte erzählt bekommt, ein Video sieht, oder auch anderen Menschen im echten Leben zuguckt. Wir können also mit dieser Methode viel spannendere Experimente entwickeln und viel natürlichere Situationen untersuchen.

Unseren neuen Fachartikel und damit alle mathematischen Details zum Neural Tracking bei Babys finden Sie hier:

Jessen, S., Obleser, J., & Tune, S. (in press).  Neural Tracking in Infants – an Analytical Tool for Multisensory Social Processing in Development, Dev Cogn Neurosci

Welche Hirnnetzwerke spielen für Belohnung und Verhaltenskontrolle eine Rolle?

Unsere Doktorandin Bernadette Hippmann hat zusammen mit ihren Ko-Autor*innen einen neuen Artikel in der Zeitschrift Human Brain Mapping veröffentlicht. In dieser Studie mit erwachsenen Probanden untersucht sie, welche Hirnbereiche bei verschiedenen Entscheidungsaufgaben wie zusammenspielen und ob das ganze davon beeinflusst wird, ob man für richtige Antworten belohnt oder bestraft wird. Den ganzen Artikel dazu gibt es (leider nur auf Englisch) hier:

Hippmann, B., Tzvi, E., Göttlich, M., Weiblen, R., Münte, T., & Jessen, S. (2021). Effective connectivity underlying reward-based executive control. Human Brain Mapping.

Neuer Commentary-Artikel in Psychological Science

Auch wenn unsere Projekte leider immer noch nicht wieder so wie vor Corona laufen, sind wir nicht untätig: Gerade ist ein neuer Kommentar unter Beteiligung des Babylabs erschienen, indem wir näher auf das Phänomen Entrainment in der Analyse von Baby-EEG-Daten eingehen.

More information is available here:

Keitel, C., Obleser, J, Jessen, S. & Henry, M. (2021). Frequency-Specific Effects in Infant Electroencephalograms Do Not Require Entrained Neural Oscillations: A Commentary on Köster et al. (2019). Psychological Science, 1-6.

Wie beeinflusst der Geruch der Mutter die Emotionswahrnehmung von Babys?

Die ersten Ergebnisse aus unserem Forschungsprojekt zum Einfluss des mütterlichen Geruchs auf die Emotionswahrnehmung im Säuglingsalter wurden in der Zeitschrift Developmental Cognitive Neuroscience veröffentlicht.

Testing 7-month-olds in an EEG paradigm, we found that infants at this age show a reduced fear response when they can smell their mother. This suggests that maternal odor might be a strong enough signal to make the baby feel safe and reduce their need to pay increased attention to potential threats in the environment. We also found that breastfeeding might have a similar effect – while babies who were not breastfed any more showed the expected attentional response to fearful faces, this response was absent in breastfed babies.

Jessen, S. (2020). Maternal odor reduces the neural response to fearful faces in human infants. Developmental Cognitive Neuroscience, 45, 100858.

Corona-Hygienebedingungen

Corona-Safetymeasures - How is testing conducted currently?

The safety of our participants, their family and our lab members is our top priority. Therefore we strictly follow the safety guidelines for measurements developed by the University of Lübeck in times of Corona.

Specifically, this means:

  • All measurements at the lab take place following the current 2G+ guidelines, meaning that all adults coming to the lab must either be fully vaccinated or recovered from COVID-19 and additionally provide a current official COVID-19 test result unless they have received a booster shot. We will check this upon arrival in the lab. All lab members are also fully vaccinated and boostered.
  • On the day before the measurement, we will contact you by phone to go through a specific checklist to make sure no participant shows any potential symptoms associated with COVID-19. We will go through the same list again upon arrival in the lab.
  • All lab members wear FFP2-masks at all times when in contact with participant, and we also ask parents to wear an FFP2-mask.
  • All rooms are well ventilated and all materials are disinfected regularly.
  • We ask you to bring your own toys. Currently we are unable to provide toys for your infant because of hygienic standards.
  • If possible, one parent only should come with the infant; in particular, please don’t bring any other persons who are not members of your household along (hence, second parent and siblings are okay).
  • If you decide to participate in our experiment, we will discuss these guidelines again in detail on the phone and address any further questions you might have.
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